Hier finden Sie die Gründe weshalb ich mich so intensiv mit
den Diam-Korken beschäftige:


 

Sammeln wir erst einmal die Fakten:


 

 Diam Bouchage, Hersteller von technischen Korken 

- ca. 12.000 Kunden weltweit,
- über 2 Milliarden Korken verkauft;
- seit 2003 Patent zur Reinigung von Kork mittels hochkritischem CO² (scCO²)


Garantie I: „*Sicherheit:
Dank eines exklusiven patentierten Verfahrens zur „Entaromatisierung“ von Kork,
sind die Korken Diam und MytikDiam die einzigen Korkverschlüsse, die sensorisch neutral sind.“


Garantie II: „*Homogenität:
Das Fertigungsverfahren verleiht allen Korken die selben physikalischen Eigenschaften.“

Garantie III: „*Anpassungsfähigkeit:
Die Diam Korken werden so entwickelt, dass sie allen Ansprüchen im Hinblick auf die Entfaltung des Weins, die Ausdruckskraft der   Rebsorte und die Lagerdauer genügen.“
*Zitate von der DIAM-Homepage
 

 Rolf Cordes, 53,  selbständiger Weinhändler seit 23 Jahren 

- staatlich gepr. Umweltschutztechniker
- bewusst Kontakt mit DIAM seit ca. 8 Jahren

Kritik I:
Diam Korken sind frei vom klassischen Korkfehler durch TCA, 
aber sie sind
nicht sensorisch neutral. Das patentierte Verfahren hat 156 Stoffe entfernt,
aber Diam-Korken rufen einen Basalton hervor: 
UTB – untypischer Bitterton.
Die Sicherheit ist also nicht gegeben.

Kritik II: 
Homogenität ist gegeben, aber im negativen Sinn. 
Nachdem das Fertigungsverfahren für alle Korken gleich ist, ist bei allen mit Diam verschlossenen Weinen ein Fehlton vorhanden. 

Kritik III: 
DIAM genügen
nicht den Ansprüchen auf die Entfaltung des Wein und der Ausdruckskraft der Rebsorten. Denn die Weine verlieren nach wenigen Tagen an Aroma und der Geschmack wird gravierend beeinflusst.

Belegt werden diese Kritikpunkte durch langjährige Erfahrung, Versuche & dem Test.


 

Werbung

Jeder weiß es, in der Werbung, egal ob in den Print & Onlinemedien oder auf der Firmenhomepage werden falsche Versprechungen gemacht oder Nachteile nicht genannt.
Warum trauen Winzer und Önologen aber trotzdem der Diam-Werbung?

Weil Diam den Produzenten Sicherheit vermitteln und zwar bei den Punkten, welche den Weinproduzenten seit Jahrzehnten zu schaffen machen: dem klassische Korkfehler durch TCA und dasdie Weine auf Grund des Naturkork nicht gleich schmecken (Homogenität). Der günstige Preis wirkt sich natürlich auch positiv aus. Für die Winzer wurde ein Traum war: billig, alle Weine schmecken gleich, kein TCA, Korkoutfit ..!


 

Warum hat außer mir bisher keiner den Fehlton UTB entdeckt?

Meiner Meinung nach ist der Hauptgrund darin zusehen, dass diejenigen Produzenten, welche Versuche gemacht haben, nach den klassischen Anzeichen von TCA , also des Korkfehlers gesucht haben. Auch analytisch wurde Diam auf die bekannten Stoffe, wie eben 2,4,6 Trichloranisol und Co. geprüft.

Ein zweiter wesentlicher Punkt ist, dass in diversen Studien der SO² Abbau bzw. die Durchlässigkeit von O² des Diam-Korken geprüft wurde.
Wer den Fokus auf auf diese Punkte ausrichtet, entdeckt den Fehlton UTB – untypischer Bitterton nicht.
Vergleich: Wer Cholesterin misst, wir nicht den erhöhten Harnsäurewert entdecken. 


 

Kernfrage: Warum tue ich das?


Nach dem ich die Folgen für Winzer, Weinhändler und Weinkonsumenten erkannte, sah ich mich gezwungen tätig zu werden. Ich möchte Ihnen die Folgen im Zusammenhang erläutern:

 

  1. Ein Winzer stellt auf DIAM um.
  2. Dem Kunden schmeckt der Wein nicht mehr so gut, wie bisher.
  3. Der Kunde greift im Regal zukünftig weniger oder gar nicht mehr
    zu den Weinen des Winzers.
  4. Wenn der Händler bemerkt, dass ein Wein weniger gekauft wird,
    kauft er weniger beim Winzer ein.
  5. Sind die Verkaufszahlen mehrerer Weine eines Winzers rückläufig,
    listet der Händler ihn aus.
     Der Händler sucht sich einen neuen Lieferanten.

 

Weder Winzer, Händler, noch Verbraucher bringen die geschmackliche Beeinflussung mit dem Weinverschluss in Verbindung. Fast jeder von ihnen weiß, dass bei Korkfehlern meist nur Einzelflaschen betroffen sind. Das ist bei dem Diam-Fehlton anders, da sind alle Flaschen gleichermaßen betroffen.
Das heißt, wenn ein Kunde eine zweite Flasche öffnet und er ebenso so wenig schmeckt, ist der Winzer für die Beeinträchtigung verantwortlich. Für den Winzer selber ist es u.a. Boden, Klima, Jahrgang.

Das Ansehen des Winzers wird anhaltend geschädigt und der Umsatz wird zurückgehen. Ein Händler ist gleichermaßen betroffen. Weintrinker sind auch betroffen, sie zahlen für Weinwelche nicht einwandfrei ist.

Eine weitere Gefahr sehe ich darin, dass auf Grund der Unkenntnis und der Häufigkeit des Fehltons, er nicht als vom DIAM verursacht wahrgenommen wird und der Diam Korken sich noch weiter verbreitet. Somit leidet das  Ansehen der gesamten Weinbranche. Bei Verkaufszahlen von bisher über 2 Milliarden Korken und über 12.000 Kunden ist die Sorge nicht unberechtigt.

Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund Regeln geschaffen, welche solche Mechanismen verhindern sollen. Zusammengefasst und nachzulesen unter → Rechtliche-Sicht


 

Das heißt, ich kämpfe für Winzer, Weinhändler und Verbraucher.
Aber etwas Egoismus ist auch dabei, ich will wieder mehr Spaß an Weinen haben und in meiner Tätigkeit als Weinhändler nicht mehr eingeschränkt sein.

 

Bitte, geben Sie diese Information über die Beinflussung von DIAM-Korken an alle Händler und Winzer weiter, die Sie kennen. Nicht nur an Winzer im Inland, sondern auch im Ausland.
Die Versuchsreihe in 6 Sprachen hinterlegt. Die Infos sind nicht nur für Winzer wichtig, welche bereits DIAM verwenden, sondern auch für alle anderen.


 

Fragen & Antworten

Es gibt seitens der Winzer, Händler, aber auch vieler Weintrinker Fragen zu der Versuchsreihe. Hier finden Sie die Antworten.

Sie haben andere Fragen?  Bitte senden Sie sie an face-of-wine@t-online.de  !

1. Handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit?

Für eine wissenschaftlichen Arbeit gibt es klare Vorgaben, an der Form und dem Inhalt siehe "Formale Vorgaben" . Da ich die Versuchsreihe nicht im Rahmen eines Studiums durchführte und ich auch gar nicht den Eindruck erwecken will, dass es sich um eine wissenschaftliche Arbeit im obengenannten Sinne handelt, mußte ich mich nicht an die Vorgaben halten.

Es ist wichtig, dass sowohl Winzer, Önologen, Weinhändler, als auch normale Weintrinker die Vorgeschichte, die Zusammenhänge, den Fehlton und die Versuchsreihe anhand der Dokumentation verstehen und nachvollziehen können.


 

2. Warum wurde das Problem nicht analytisch geklärt, sondern sensorisch?

Vorab,  Analytik & Sensorik sind zwei unabhängige und gleichwertige Prüfverfahren!

Analytische Suche 

ist sinnvoll bzw. notwendig, wenn man den verursachenden Stoff identifizieren will, um ihn anschließend zu entfernen. Diese Suche nach einem völlig unbekannten Stoff, welcher eine bestimmte Wirkung hat, kann 2 - 3 Jahre dauern .... man denke an TCA

(Korkfehler). Es entspräche einer Doktorarbeit. 
Bei der sensorischen Prüfung ist der Verursacher ansich unwichtig, was zählt ist die organoleptische (geschmackliche, geruchliche, farbliche) Auswirkung auf den Wein.
Auch beim Korkfehler war bis zum analytischen Nachweis der Name des Stoffes,
2,4,6 Trichloranisol unbekannt, aber trotzdem war er sensorisch nachweisbar.  

Derzeitig ist der UTB - untypische Bitterton ausschließlich sensorisch nachweisbar.

Die Versuchsreihe war also der erste Schritt. Jetzt folgt der Zweite: die analytische Suche nach dem Verursacher durch die Industrie (welche natürlich ein Institut wie Geisenheim, AWRI-Australien ... beauftragen wird). 

Ohne eine sensorische Feststellung würde es diese analytische Suche nicht geben!
Denn man wüßte ja garnicht, dass eine Beeinflussung durch den DIAM stattfindet.


 

3. Wodurch wurde gewährleistet, dass die Proben einheitlich waren?

Es wurden ausschließlich identische fabrikneue Flaschen, Glasgefäße und Verschlüsse für die mit und ohne DIAM Weine verwandt. Zur Um- und Abfüllung wurden identische Geräte benutzt. Nach dem Um- und Abfüllen wurden die Weine mit Argon begast, um eine Oxidation zu verhindern. Es wurden jene Faktoren, welche den Geschmack verfälschen könnten vermieden.
Der Transport, Verkostungsort, Verkostungsgläser und die Temperatur waren nicht vorgegeben bzw. nicht vereinheitlicht. Es war das Ziel, so realitätsnah wie möglich verkosten zu lassen. Denn wenn ein Fehlton vorhanden ist, muss jener nicht nur im Labor und bei exakt gleiche Temperatur, gleichem Zeitpunkt wahrnehmbar sein, sondern immer.

 

4.  Gibt es keine Studien zum Diam-Fehlton?
Warum hat bisher keiner den Fehlton erkannt?

Es gibt keine veröffentlichten Studien zum Fehlton, und bisher hat auch niemand einen vom DIAM verursachten Fehlton zum Thema gemacht. Jenes wurde selbstverständlich vor der Versuchsreihe geprüft. Es ist durchaus möglich, dass ein Institut im Rahmen einer Auftragsarbeit für DIAM Bouchage diesen Fehlton entdeckt hat. In diesem Fall ist es dem Institut meist nicht erlaubt, dieses publik zu machen. Die Industrie möchte als zahlender Kunden natürlich nicht negativ dargestellt werden. 

Warum ich? Ein paar Antworten habe ich schon in der Dokumentation genannt.
Immer ist irgendwann jemand der Erste gewesen. Es war für mich Logik. Weine aus unterschiedlichen Regionen, Rebsorten usw. wiesen die gleiche negative Beeinträchtigung auf. Bei der Suche nach der Gemeinsamkeit, gab es nur eines: den DIAM-Korken. 


 

Die Entwicklung ....


 


 

Bei den Vorversuchen zur Sensorik-Versuchsreihe wurde mein in den Jahren gewachsener Verdacht subjektiv bestätigt.  

 

Mit dem Sensorik-Test galt es festzustellen, ob diese Feststellung von 2 Personen (mir und meiner Frau) Allgemeingültigkeit erlangt.

Da ich unabhängig von der Industrie / Instituten bin und ich mir der Auswirkung eines nicht neutralen Verschlusses bewußt bin, musste ich aktiv werden.


 

 


 

5. Warum habe ich gleich veröffentlicht und nicht vorher mit der Firma DIAM-Bouchage Kontakt aufgenommen?

Nachdem ich davon ausgehen musste, dass ich als Weinhändler und Nichtkunde von DIAM kein Gehör finden würde, musste ich einen anderen Weg finden, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.

Ich übergab zwei ital. Winzern die Studie und der Önologe eines Weingutes übermittelte die Diam-Dokumentation an den DIAM-Repräsentanten in Italien. Jener übergab es der Zentrale. Der DIAM-Repräsentant in Deutschland nahm daraufhin mit mir telefonisch Kontakt auf. Obwohl ihnen die Dokumentation vollständig vorlag, blieben die Gespräche oberflächlich.

Erst als die Veröffentlichung am 26.1.2016 mit dem Interview auf dem Weinportal Wein-Plus startete, wurden die Verantwortlichen von DIAM Bouchage aktiv. Am 28.1.2016 
waren sie zu Gesprächen bei mir in Mühldorf (siehe oben NEWS).

6. Warum wurden diese Prüfer ausgewählt?

Nachdem ich der Meinung bin, dass den Fehlton UTB jeder Mensch erkennen kann,
habe ich ganz bewusst Personen aus unterschiedlichen Bereichen um Ihre Mithilfe gebeten.

Es waren neben einem Weinkontrolleur, Fachleute aus dem Bereich Qualitätsprüfung und 
Analytik, DLG & LWK Prüfer (Winzer), ein Önologe, Weinhändler, ein erfahrener Weinjournalist, sowie Endverbraucher an der sensorischen Prüfung beteiligt.


 

7.  Wie war die Prüfung selber gestaltet (Methode)?

Allen Prüfern wurde schriftlich erläutert wie und wo sich der Fehlton UTB bemerkbar macht.
Sie wurden mehrfach darauf hingewiesen, dass sie auch etwas Wein schlucken müssen, da ansonsten einige wichtige Wahrnehmungsbereiche nicht benetzt werden.
Ihnen wurde der Unterschied zu den Empfindungen, welche von den sonst im Wein vorkommenden Gerbstoffen, Tanninen hervorgerufen werden, erläutert. 
 

Es wurde nicht bekannt gegeben, dass es sich je Set um zwei identische Weine handelt!

Verfahren: Es handelt sich um eine paarweise Unterschiedsprüfung. 


 

  •  Für jeden Prüfer: 8 Probesets á 2 Flaschen je 100ml codiert A - H (9 inkl. Wasser R).
  • Jedes Set bestand aus zwei identischen Weinen Nr. 1 + 2
    (A1/A2 - H1/H2, Wasser R1/R2), jeweils 
    einmal mit und einmal ohne DIAM Kontakt.
  •  Es galt erst den einen, dann den anderen Wein zu verkosten.
  • Anschließend hatten die Prüfer bei dem Wein (1 oder 2) ein Kreuz zu setzen, den sie als bitterer empfanden, also dort wo der UTB - untypische Bitterton wahrnehmbar war.